Archiv Felsberg
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Mühle in Niedervorschütz - Rauten- oder Klausmühle

Die Rauten- oder Klausmühle liegt am Nordrand von Niedervorschütz an einem Betriebsgraben am rechten Ufer der Ems.

Historische Namensformen:

  • Klausmühl (1708/10) [Schleenstein, Landesaufnahme, Karte Nr. 6]

Das zum Betrieb erforderliche Wasser wurde der Ems entnommen. der Antrieb des Werkes erfolgte durch eine Turbine, die 1968 ausgebaut wurde. Die nutzbare Kraft hat ungefähr 10 PS = 7,36 kW betragen. Betrieben wurden drei Mahlgänge. An der Ableitungsstelle lag ein aus Bruchsteinmauerwerk hergestelltes Wehr mit einem beweglichen hölzernen Oberteil. Die Stauanlage wurde 1960 im Rahmen wasserwirtschaftlicher Maßnahmen im Emstal neu errichtet. Nach der Betriebsstilllegung wurde das Wehr nach langem hin und her - auf Vorschlag des Wasserwirtschaftsamtes Kassel - 1984 so abgesenkt, dass ein möglichst ungehinderter Hochwasserabfluß gewährleistet ist. Zur Unterhaltung des Wehres hat sich die Stadt Felsberg verpflichtet. Das Niederschlagsgebiet beträgt für die Anlage 120,8 qkm. Der Betriebsobergraben ist 90 m und der -untergraben 140 m lang gewesen. Der gesamte Graben ist 1968 verfüllt worden. Das Wasserrecht ist erloschen, weil der Berechtigte 1974 darauf verzichtet hat.

Eigentümer: Adolf Tillgner, Hauptstraße 7, Felsberg-Niedervorschütz

 

Literatur:

  • Scholz, Wasser- und Windmühlen im Schwalm-Eder-Kreis, S. 43-44

 „Klausmühle, Schwalm-Eder-Kreis“, in: Historisches Ortslexikon <https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/idrec/sn/ol/id/15062> (Stand: 28.4.2020)

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