Archiv Felsberg
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Post- und Fernsprechamt

Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Postamt Gensungen in der unteren Etage des Hauses von Kaufmann Max Schloß eingerichtet. Das Haus der Familie Schloß war Wohnhaus, Postgebäude und erstes Bankgebäude in Gensungen. 1937 verkauften die jüdischen Besitzer Schloss das Gebäude an den Darlehnskassenverein zu Gensungen, um ihre Auswanderung zu finanzieren. Für Wohnhaus mit Garten und Wirtschaftsgebäuden bekamen sie 20.500 RM. Das Gebäude wurde 1962 abgebrochen. Die Raiffeisenbank errichtete ein neues Gebäude an gleicher Stelle. Heute ist das Haus eine Begegnungsstätte der Freien Evangelischen Christen.

Damals gab es in Gensungen nur wenige Telefone. Das Postamt hatte eine Selbstanschlusszentrale und war auch für die Stadt Felsberg und die umliegenden Orte zuständig.

1921 und 1922 war Amtsleiter der Postmeister (Postsekretär) Lieber. Der Fernsprechdienst wurde ununterbrochen gewährleistet.

Das Postamt hatte 1938 folgendes Personal:

Postverwalter: Henke

Oberpostschaffner: Dilcher, Norwig

Postschaffner: Alter, Brinkmann, Budesheim und Lengemann

Leitungsaufseher: Dönch

Telegraphen-Sekretär: Schorbach

Kraftwagenführer: Sauer

 Quelle: Das alte Gensungen - Häuser erzählen Geschichte - Rolf Fröhlich und Heinz Körner


Dieser Beitrag wurde eingestellt von: Elke Lück
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