Archiv Felsberg
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Kartoffeldämpfanlage

Die Landwirte kamen mit ihren Traktoren oder Kuhgespannen und ein bis zwei Anhängern mit Kartoffeln in der Homberger Straße (heute Frankenstraße) vorgefahren. Eine zeitliche Abstimmung scheint es nicht gegeben zu haben. Die Fahrzeuge standen häufig bis bei Assmanns und die Landwirte kamen oft erst spät in der Nacht wieder mit ihren vollen Wagen zurück.

Je nachdem, ob die Anhänger eine eigen hydraulische Kippvorrichtung hatten oder nicht, sie wurden mit einer Vorrichtung komplett einseitig angehoben.Die Kartoffeln fielen dann von den Wagen in eine Rinne mit Wasserlauf  und wurden grob von Erde gereinigt. Über eine Kettenzug und einem anschließenden Waschvorgang kamen die Kartoffeln in einen Dampfkessel und wurden gegart.  Die Landwirt konnte dann anschließend mit dem leeren Anhänger unter das Förderband der Dämpfanlage fahren und bekamen ihre gedämpften Kartoffeln wieder.

In den landwirtschaftlichen Betrieben wurden dann die Kartoffeln in Silos eingelagert. Damit sie nicht verdarben und schimmelten, wurden sie fest eingestampft und luftdicht abgeschlossen. Die Kartoffeln dienten als Futter für die Schweine.

Quelle: Vortrag im Stadtarchiv "Stunde Null" - bis zum Wirtschaftswunder


Dieser Beitrag wurde eingestellt von: Elke Lück
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